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Wie konnte es soweit kommen?

Mit dem neu erschienen Leitfaden zur Demokratiebildung will Kultusministerin Susanne Eisenmann den politischen Unterricht stärken. Die junge Generation soll zu „aktiv handelnden Demokraten“ erzogen werden. Hierzu trägt die Realschule Boxberg seit Jahren durch ein ausgeklügeltes Konzept, das den regelmäßigen Besuch von außerschulischen Lernorten berücksichtigt, bei.

In der vergangenen Woche brachen deshalb wieder die 8. Klassen in das Evangelische Bildungszentrum Bad Alexandersbad auf, um ein dreitägiges Programm in Zusammenarbeit mit der KZ Gedenkstätte Flossenbürg durchzuführen. Geleitet wurde die Exkursion von Realschulkonrektor und Geschichtslehrer Andreas Böhrer, der für die Koordination des Programms zuständig war. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler außerdem durch den Mentor und Klassenlehrer Steven Becker. In Zusammenarbeit mit den Pädagogen der Gedenkstätte wurde die Gruppe am ersten Tag zunächst auf den Besuch im ehemaligen Konzentrationslager vorbereitet. Viele Fragen brachten die Schülerinnen und Schüler bereits mit: „Wie konnte es soweit kommen?“ „Wieso hatten sich die Menschen gegen die Demokratie entschieden?“ oder „Kann so etwas wieder passieren?“ . Nach einer informativen Einführung in die Hintergründe der Machtergreifung fanden die Schülerinnen und Schüler erste Antworten auf ihre Fragen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Gruppe von regionalen Beispielen aus Boxberg, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim.
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, ging es am darauffolgenden Tag schließlich nach Flossenbürg zur Gedenkstätte. Zunächst wurde anhand eines Rundgangs der Aufbau des Lagers thematisiert. Erhaltene Gebäude wie die alte Wäscherei oder das Krematorium konnten besichtigt werden. Am Nachmittag setzte das Programm den Schwerpunkt auf das Leben im Konzentrationslager. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich so mit den einzelnen Biografien der Inhaftierten auseinander. So wurde den 8. Klässlern nochmals bewusst, dass hinter allen Zahlen einzelne Schicksale standen. Die Abende der Exkursion wurden einerseits nochmal zum Austausch genutzt, andererseits wurden den Schülerinnen und Schülern bewusst Sport- und Freizeitangebote offeriert, damit auch ein zeitweiliges Abschalten von der doch berührenden Thematik möglich war.

Den letzten Tag nutzte die Gruppe nochmals, um das Erlebte aufzuarbeiten. Eindrücke, Gedanken und Gefühle wurden ausgetauscht. Am Ende besuchte der stellvertretende Bildungsstättenleiter, Dr. Joachim Twisselmann, die Gruppe und lobte die Schülerinnen und Schüler für die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema, denn es könnten alle dazu beitragen, dass so etwas nicht wieder geschehen würde.